Aaron Antonovsky Begründer des Konzepts der Salutogenese
Attributionen Versuche, oft erst rationalisierend im Nachhinein, Erklärungen für das eigene Verhalten zu finden. Warum hat man die Diät nicht durchgehalten? Wieso hat man wieder mit dem Rauchen angefangen? (vgl. Attributionstheorie nach Bernard Weiner)
Coping(strategie) = Bewältigungsstrategie. Die Art und Weise wie jemand mit einem Schicksalsschlag (z.B. einer Krankheit) oder einer schwierigen Lebensphase (z.B. Alterungsprozeß) umgeht.
Empowerment = Selbstkompetenz. Befähigung des Einzelnen zu mehr individueller Handlungskompetenz. Förderung eines eigenverantwortlichen und selbstbestimmten Lebens über das man die Kontrolle hat.
Gesundheit Gemäß Definition der Weltgesundheitsorganisation ist Gesundheit ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Schwäche. (Quelle: Constitution of the World Health Organisation)
Gesundheitsaufklärung Die Vermittlung von gesundheitsbezogenen Informationen mit Hilfe von Massenmedien z.B. im Rahmen von Social Marketing-Kampagnen.
Gesundheitsberatung Die Vermittlung von gesundheitsbezogenen Informationen im Rahmen eines persönlichen Beratungsgesprächs.
Gesundheitsbildung Die Vermittlung von gesundheitsbezogenem Wissen im Rahmen eines organisierten Lehr-/Lernprozesses.
Gesundheitserziehung Die Vermittlung von gesundheitsbezogenem Wissen wird von erzieherischen Maßnahmen (Vorbild, Übung, Lob/Tadel, Sanktion) begleitet.
Gesundheitspädagogik Oberbegriff, der die vier Bereiche Gesundheitsaufklärung, Gesundheitsberatung, Gesundheitsbildung und Gesundheitserziehung umfasst.
Gesundheitswirtschaft umfasst alle gesundheitsbezogenen Wirtschaftszweige, z.B. Krankenhäuser, Rehabilitationseinrichtungen, Arztpraxen, Pharmaindustrie, Medizintechnik, Wellnessangebote und Gesundheitstouristik
Koheränzsinn (SOC = Sense of Coherence). Von Aaron Antonovsky geprägter Begriff, welcher die Fähigkeit eines Menschen die vorhandenen Ressourcen für die Erhaltung der eigenen Gesundheit zu nutzen beschreibt.
Krankheit wird oft im Gegensatz zu Gesundheit definiert. Die Übergänge zwischen Gesundheit und Krankheit sind jedoch fliessend und oftmals Ausdruck eines individuell unterschiedlichen Empfindens. Eine Einschränkung des Wohlbefindens ohne objektiven medizinischen Krankheitswert wird als Befindlichkeitsstörung bezeichnet.
Lebensstilerkrankungen Darunter werden vermeidbare Krankheiten verstanden, die durch eine die Gesundheit schädigende Lebensweise (Rauchen, übermässiger Alkoholkonsum, ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel usw.) verursacht werden.
Pathogenese (griech. pathos = Leiden(schaft), genesis = Entstehung, Entwicklung) beschäftigt sich mit allen Aspekten der Krankheitsentstehung.
Prävention (lat. praevenire = zuvorkommen, verhüten) bedeutet ganz allgemein vorausschauende Problemvermeidung bzw. innerhalb der Gesundheitspädagogik Krankheitsvermeidung. Manchmal wird auch die Früherkennung von Krankheiten (im Sinne der Vermeidung schwerer Krankheitsverläufe) als Prävention bezeichnet.
Prophylaxe (griech. prophylaxis = Vorbeugung) Medizinische Massnahmen zur Vermeidung von Krankheiten bzw. krankheitsbedingten Komplikationen
Public Health = Gesundheitswissenschaften. Beschäftigung mit den geistigen, seelischen und körperlichen Bedingungen sowie den sozialen bzw. gesellschaftlichen Voraussetzungen von Gesundheit und Krankheit.
Rehabilitation (lat. rehabilitatio = Wiederherstellung) bezeichnet Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, die körperlichen, psychischen und sozialen Folgen einer Aktivitätseinschränkung, Krankheit oder Behinderung zu beheben oder abzumildern.
Resilienz = Widerstandsfähigkeit. Darunter versteht man die Fähigkeit mit Stresssituationen konstruktiv umzugehen, Krisen erfolgreich zu überwinden und für die persönliche Weiterentwicklung zu nutzen. Oft deckungsgleich verwendeter Begriff: Hardiness
Salutogenese (lat. salus = Gesundheit, Wohlbefinden und griech. genese = Entstehung, Entwicklung) Gesundheitsentwicklung. Von Aaron Antonovsky erarbeitetes Modell zur Frage “Wie entsteht Gesundheit?
Setting Allgemein anerkannte und für die gesundheitsbezogene Sozialisation wichtige Umfelder, sogenannte Settings, sind beispielsweise Kindertagesstätten, Schulen oder Betriebe.


