Das körpereigene Calcium befindet sich überwiegend in Knochen und Zähnen. Dort trägt es ganz entscheidend zur Stabilität bei. Calcium ist sehr wichtig für die Knochendichte und wird deshalb bereits seit einigen Jahrzehnten zur Vorbeugung von Osteoporose (Knochenentkalkung) eingesetzt. Dabei muss berücksichtigt werden, dass Calcium allein nicht ausreichend wirksam ist, sondern dass der Körper außerdem Vitaimin D benötigt, um das in der Nahrung vorhandene Calcium optimal aufnehmen und verwerten zu können.
Mangelursachen:
Ein Calciummangel kommt heutzutage hauptsächlich bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vor, die keine Milch trinken und auch nur wenige Milchprodukte essen. Im Hinblick darauf ist die Calciumversorgung besonders oft bei Personen unzureichend, die unter einer Lactoseunverträglichkeit leiden. Darüber hinaus können auch noch sogenannte Resorptionshemmer eine Rolle spielen. Darunter versteht man andere in der Nahrung vorhandene Inhaltsstoffe, die bei gleichzeitigem Verzehr die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung behindern. Dazu gehören beispielsweise Oxalate (z.B. in Rhabarber), Phospor (z.B. in Cola) und Phytate (z.B. in Vollkorngetreiden). Bei einem erhöhten Konsum von Kaffee und/oder Alkohol wird Calcium vermehrt ausgeschieden.
Mangelsymptome:
Einen Calciummangel bemerkt man am ehesten an sich stetig verschlechternden Muskelproblemen, d.h. an Muskelschmerzen bis hin zu ausgeprägten Muskelkrämpfen. Schmerzende Knochen, eine geringe Knochendichte und die Neigung zu Knochenbrüchen entstehen hingegen erst bei einem ausgeprägten und über lange Zeit anhaltenden Mangel an Calcium.
Calcium-haltige Nahrungsmittel:
Reich an dem Mineralstoff Calcium sind vor allem Milch und Milchprodukte (Joghurt, Käse, Quark). Diesbezüglich ist Hartkäse wie beispielsweise Parmesan als besonders gute Calciumquelle hervorzuheben. Aber auch Mohn, Sesam, Tofu, getrocknete Feigen und Ruccola enthalten größere Mengen an Calcium.
Nebenwirkungen bei Überdosierung von Nährstoffpräparaten:
Der Tagesbedarf eines gesunden Erwachsenen liegt nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei 450 mg. Für Jugendliche, die sich noch im Wachstum befinden, wird eine deutlich höhere tägliche Calciumzufuhr von 650 mg empfohlen. Die möglichen Nebenwirkungen einer Einnahme von Calciumpräparaten sind umstritten. Neueren Studien zufolge soll eine Calciumaufnahme, die dauerhaft deutlich über dem empfohlenen Tagesbedarf liegt eine Arterienverkalkung begünstigen und deshalb mit einem erhöhten Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko einhergehen.
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