Botanischer Name: Vitex agnus castus
Inhaltsstoffe: Iridoide (Aucubin, Agnusid, Casticin) und ätherisches Öl.
Anwendungsgebiet: Mönchspfeffer hilft bei hormonellen Störungen wie dem praemenstruellen Syndrom, welches u. a. mit Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen und Brustspannen kurz vor der Regel einhergehen kann. Auch die ungewollte Kinderlosigkeit aufgrund einer Gelbkörperschwäche wird manchmal mit Mönchspfefferpräparaten behandelt. Neuere Studien belegen auch eine Wirksamkeit bei hormonabhängigen Migräneanfällen, die bereits einige Tage vor der Menstruation beginnen und durch einen Progesteronmangel ausgelöst werden.
Wirkungsweise: Die Wirkstoffe dieser Pflanze beeinflussen die Freisetzung des Nerven-Botenstoffes Dopamin und normalisieren dadurch die Ausschüttung des milchbildenden Hormons Prolaktin in der Hirnanhangdrüse. Mönchspfefferpräparate können den Mangel an Progesteron nicht direkt ausgleichen, regen aber die Progesteronbildung an.
Dosierung: Mehrere Studien belegen die Wirksamkeit von Mönchspfefferpräparaten bei einer täglichen Dosierung von 4 mg Trockenextrakt. Es kann allerdings 3 – 6 Monate dauern bis eine spürbare Wirkung eintritt.
Nebenwirkungen / Wechselwirkungen: In einigen Fällen wurde ein juckender Hautausschlag beobachtet. Da Mönchspfeffer eine dopaminerge Wirkung hat, sind Wechselwirkungen mit Medikamenten wie Neuroleptika oder Antiemetika denkbar, die ebenfalls an Dopaminrezeptoren andocken. Sinnvoll ist die abendliche Einnahme von Agnus castus, da die Prolaktinsynthese gegen Abend ansteigt. Wichtiger Hinweis: Während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Endometriose sollten Präparate aus Mönchspfeffer nicht angewandt werden!


