Heilpflanzenporträt: Weidenrinde wird bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt

Botanischer Name: Salix cortex

Inhaltsstoffe: Hauptwirkstoff ist das Salicin, ein Vorläufer der Salicylsäure. 1897 gelang es dem deutschen Apotheker und Chemiker Felix Hoffmann erstmals aus Salicyl- und Essigsäure die Acetylsalicylsäure (Aspirin) herzustellen. Außerdem sind Flavonoide enthalten.

Anwendungsgebiet: Die Weidenrinde wird bei fieberhaften Erkrankungen, rheumatischen Beschwerden, Rückenschmerzen und Kopfschmerzen eingesetzt.

Wirkungsweise: Das Salicin im Weidenrindenextrakt wird in der Leber in Salicylsäure umgewandelt und wirkt antipyretisch (fiebersenkend), antiphlogistisch (entzündungshemmend) und analgetisch (schmerzstillend). Außerdem hat die Weidenrinde durch die enthaltenden Flavonoide antioxidative Eigenschaften.

Dosierung: Früher wurde eine Tagesdosis von 60-120 mg Salicin empfohlen, heute wird eine Tagesdosis bis 240 mg pro Tag als deutlich wirksamer erachtet. Da das Salicin im Körper erst in die wirksame Salicylsäure umgewandelt werden muss, dauert es länger bis die Wirkung einsetzt. Diese hält dann jedoch auch länger an.

Nebenwirkungen / Wechselwirkungen: Das Risiko von Nebenwirkungen ist beim Naturprodukt Weidenrinde gering. Bei empfindlichen Personen kann es jedoch zu Beschwerden im Magen-Darm-Bereich kommen. Wie bei den Salicylaten sind unerwünschte Wechselwirkungen mit blutverdünnenden Medikamenten möglich. Wichtiger Hinweis: Nicht während der Schwangerschaft und nicht bei Überempfindlichkeit gegenüber Salicylaten oder anderen entzündungshemmenden Schmerzmitteln sowie bei Asthma oder Neigung zu Allergien anwenden. Bei Störungen der Leber- oder Nierenfunktion ist vor der Einnahme Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten.

Dieser Beitrag wurde unter Naturheilkunde & Alternativmedizin abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>