Heilpflanzenporträt: Teufelskralle lindert Muskel-, Gelenk- und Rückenschmerzen

Botanischer Name: Harpagophytum procumbens

Inhaltsstoffe: Enthalten sind Iridoide (Harpagid, Harpagosid, Procumbid) Triterpene, Flavonoide und Carbonsäuren (Zimtsäure, Chlorogensäure).

Anwendungsgebiet: Teufelskralle lindert allgemein Muskel-, Gelenk- und Rückenschmerzen. Haupteinsatzgebiet ist die unterstützende Behandlung degenerativer Erkrankungen des Bewegungsapparats wie z. B. Arthrose. Aufgrund des bitteren Geschmacks einiger Inhaltsstoffe werden Teufelskrallepräparate auch zur Anregung der Produktion von Verdauungssäften verwendet.

Wirkungsweise: Teufelskralle wirkt schmerzstillend, entzündungshemmend und entschlackend (fördert z. B. die Ausscheidung von Harnsäure bei Gicht). Bezüglich Arthrose wird vermutet, dass Wirkstoffe aus der Teufelskralle eiweißabbauende Enzyme in der Gelenkknorpelmatrix hemmen.

DosierungVerschiedene Studien belegen eine Wirksamkeit von Teufelskrallepräparaten bei einer Dosierung von zweimal täglich rund 500 mg. Die Wirkung setzt erst nach ungefähr vier Wochen ein; Teufelskrallepräparate eignen sich deshalb nicht als Schmerzmittel in akuten Krankheitsfällen.

Nebenwirkungen: Bei hohen Dosierungen kann es in seltenen Fällen zu Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen, Magenschmerzen und leichten Durchfällen kommen. Wichtiger Hinweis: Bei akuten Gelenkbeschwerden, die mit Rötung, Schwellung und Überwärmung eines Gelenkes einhergehen, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen!

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