Verhaltensmodifikation als Ziel von Gesundheitsbildung

Ein in der Gesundheitsbildung häufig angestrebtes Ziel ist die Verhaltensmodifikation. Dahinter steht die Annahme, dass eine Vielzahl chronischer Erkrankungen auf individuell beeinflussbare “schlechte” Lebensgewohnheiten zurückzuführen ist. Die Aufnahme gesundheitsförderlichen Handelns wird in diesem Sinne als entscheidend für den Genesungsprozess angesehen.

Die meisten Menschen verabscheuen allerdings Bevormundungen und Belehrungen. Wenn pädagogisch unzureichend qualifizierte Kursleiter in Veranstaltungen der Gesundheitsbildung mit dem erhobenen Zeigefinger agieren, erzeugen sie deshalb zwangsläufig nur Abwehr. Das gesundheitsschädigende Verhalten wird von den Kursteilnehmern, wenn überhaupt nur zeitweise, aber nicht dauerhaft aufgegeben. Auch missionarischer Eifer führt diesbezüglich nicht zum Erfolg.

Um eine Verhaltensänderung zu bewirken, ist es notwendig die Betroffenen

  • zu einem Nachdenken über die eigenen Motive, Bedürfnisse und Wünsche zu bewegen.
  • sachlich über ihr Krankheitsbild zu informieren
  • über unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten aufzuklären.

Nur in dem Kontext Selbstwahrnehmung, Wissenserwerb und Erlangen von Handlungskompetenz kann die Verhaltensmodifikation erfolgreich sein.

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