Unter Gesundheitsbildung versteht man die Vermittlung von gesundheitsbezogenem Wissen im Rahmen eines organisierten Lehr-/Lernprozesses. Zu den Massnahmen der Gesundheitsbildung zählen beispielsweise von Volkshochschulen und Krankenkassen angebotene Vorträge oder Seminare.
Erworbenes Wissen führt allerdings nur dann zur Aufgabe gesundheitsschädigenden Verhaltens, wenn es aktiv innerhalb eines Selbstlernprozesses erworben wurde.
Die belehrende (passive) Wissensvermittlung bleibt hingegen ohne nachhaltigen Erfolg im Hinblick auf die Veränderung von gesundheitsschädigendem hin zu gesundheitsförderndem Handeln.
Anders als bei Erwachsenen, lassen sich bei Kindern die Erfolgsraten von Gesundheitsbildungsmassnahmen relativ einfach und gezielt erhöhen, wenn diese gemeinsam mit Gesundheitserziehungsprozessen stattfinden. Das heisst, die Vermittlung von gesundheitsbezogenem Wissen wird von erzieherischen Maßnahmen (Vorbild, Übung, Lob/Tadel, Sanktion) begleitet. Gesundheitserziehung findet demzufolge auch hauptsächlich innerhalb der Familie bzw. in der Schule statt.


